Hängen Sie eine Ampel oder Skala ins Kinderzimmer. Das Kind zeigt seine Stimmung und entscheidet, welche beruhigende oder aktivierende Strategie passt: atmen, trinken, kuscheln, bewegen. Jede Wahl wird kurz gespiegelt, damit Zusammenhänge klar werden. So entsteht ein inneres Navigationssystem, das impulsive Reaktionen zügig in bedachte Entscheidungen überführt, ohne das Erleben abzuwerten oder zu dramatisieren.
Erstens wahrnehmen: Was ist passiert, wie fühlt sich jede Person? Zweitens Optionen sammeln: Welche Lösungen passen heute realistisch? Drittens Vereinbarung treffen und testen. Das Kind übernimmt Mitverantwortung, spürt Konsequenzen und reflektiert beim Nachgespräch. So werden soziale Entscheidungen greifbar, während Respekt, Fairness und Konsistenz verlässlich geübt werden – ohne Drohungen, aber mit klaren, vorher besprochenen Grenzen.
Verkleidungen, Rollenkarten oder Handpuppen helfen, Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln nachzustellen. Das Kind entscheidet, wie die Figur reagiert und warum. Diese distanzierte Bühne reduziert Druck, fördert Empathie und erweitert das Handlungsspektrum. Mit jeder Runde wächst die Fähigkeit, eigene Bedürfnisse mit denen anderer auszubalancieren und Entscheidungen vorausschauend, fair und beziehungsfreundlich auszurichten.
Begehen Sie den Spielplatz zusammen und besprechen Sie Risiken: Höhe, Geschwindigkeit, Abstand. Das Kind entscheidet, welche Reihenfolge es wählt und welche Sicherheitsregel gerade wichtig ist. Eine kurze Reflexion nach dem Spiel stärkt die Verbindung zwischen Entscheidung und Konsequenz. So übt das Kind verantwortungsvolles Abwägen, ohne die Freude an Bewegung, Neugier und Entdeckergeist einzubüßen.
Auf dem Weg zur Kita oder Schule wählt das Kind zwischen zwei sicheren Routen und begründet die Wahl: Sichtbarkeit, Verkehr, Ampeln. Üben Sie Blickkontakt, Handzeichen und Stopppunkte. Mit jedem Spaziergang entsteht ein praktisches Sicherheitsrepertoire, das Selbstvertrauen stärkt und schnelle, bedachte Entscheidungen im Straßenverkehr realistisch vorbereitet – Schritt für Schritt, mit wachsendem Handlungsspielraum.
Besprechen Sie Inhalte, Zeiten und Pausen im Voraus. Das Kind hilft, eine Wochenübersicht zu erstellen, und entscheidet mit, wann Medien sinnvoll sind. Nach jeder Einheit folgt eine kurze Auswertung: Stimmung, Schlaf, Konzentration. So wird Medienkonsum zur reflektierten Wahl, bei der Genuss, Gesundheit und Vereinbarungen in Einklang gebracht werden, ohne starre Verbote, aber mit klaren, verlässlichen Leitplanken.
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